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Titan

Das Element Titan ist seit Ende des 18. Jahrhunderts bekannt und wurde seitdem wegen seiner besonderen Eigenschaften in den unterschiedlichsten Bereichen wie der Medizin, der Luftfahrttechnik oder in der Kernkraftenergie eingesetzt.

Die für die Implantologie wichtigste Eigenschaft des Titans ist seine einzigartige Fähigkeit, mit Knochen zu verwachsen (Osseointegration). Diese Eigenschaft machten sich sowohl Orthopäden als auch Zahnmediziner zunutze, der erste Einsatz eines Titanimplantats in der Dentalmedizin erfolgte bereits 1956. Seitdem hat sich der Werkstoff Titan immer wieder als ideales Material herausgestellt, denn es besitzt eine unbestritten sehr gute Verträglichkeit (Biokompatibilität), die der Fähigkeit des Titans, eine schützende Oxidschicht auf seiner Oberfläche zu bilden, sobald es mit Körperflüssigkeiten, Wasser oder Luft in Berührung kommt, zugeschrieben wird. Durch neuere Techniken konnte diese Fähigkeit des Titans und damit die Einheilzeit des Implantats im Knochen sogar noch verbessert werden, z.B. durch eine Anrauung der Oberflächenstruktur oder eine spezielle Beschichtung mit körpereigenen Stoffen. Die gute Verträglichkeit des Titans zeigt sich auch in der Tatsache, dass auf seinen Einsatz keine allergischen Körperreaktionen hin bekannt sind.

Dass Titan trotz seines häufigen Vorkommens relativ teuer ist, liegt an der schweren Bearbeitung, die von Nöten ist, um das Titan in die gewünschte Form zu bringen. Dafür sind Titan-Implantate jedoch von einer besonders hohen Stabilität.

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