Implantation

Die Implantation ist ein chirurgischer Eingriff, der sowohl unter lokaler Betäubung als auch unter Vollnarkose erfolgen kann. Beide Varianten bieten eine völlige Schmerzfreiheit, haben aber jeweils Vor- und Nachteile. Die lokale Betäubung ist in der Regel für die Implantation ausreichend, unter ihr kann der Patient bei Bedarf während des Eingriffs mithelfen. Der Zeit- und Kostenaufwand sowie das medizinische Risiko einer lokalen Betäubung sind wesentlich geringer als das einer Vollnarkose. Gerade besonders ängstliche Patienten oder bei einer komplizierten Implantation mehrerer Zähne oder bei einem gleichzeitigen Knochenaufbau wird die Vollnarkose jedoch gerne bevorzugt. Hier müssen bestimmte Verhaltensregelen beachtet werden, wie z.B. dass bis einige Stunden vor der Operation nichts mehr gegessen werden darf. Welche Narkosemethode letztendlich gewählt wird, sollte eine Entscheidung nach Absprache mit dem Zahnmediziner sein.

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Für die Implantation selbst wird zunächst an der entsprechenden Stelle das Zahnfleisch geöffnet und mit Spezialbohrern der Knochen aufgebohrt. Die im Computertomograph entstandenen Aufnahmen können hierbei als Bohrschablone dienen. Wie bei einem normalen Bohrer ist das Vibrieren trotz Schmerzfreiheit spürbar, in näherer Zukunft sollen Lasergeräte diese Aufgabe übernehmen, die ohne das unangenehme Vibrieren auskommen. Ist der Knochen entsprechend aufbereitet, wird die Position durch ein Röntgenbild erneut kontrolliert, anschließend wird das Implantat eingesetzt, in den allermeisten Fällen mit Hilfe des Schraubengewindes eingeschraubt. Nach dem Einsatz des Implantats beginnt die Einheilung, die entweder geschlossen (offene Stelle wird vernäht) oder offen (Pfosten zur Zahnfleischformung wird darauf gesetzt) stattfindet.

Die Anzahl der einzusetzenden Implantate und die Schwierigkeit des Eingriffs bestimmen die Dauer der Operation, bei einem einzelnen Implantat rechnen Mediziner mit ca. 20-30 Minuten. Als unmittelbare Folge des Eingriffs treten Schwellungen und postoperative Schmerzen an der Wundstelle auf, die jedoch mit mittelstarken Schmerzmitteln und einer unmittelbaren Kühlung relativ schnell gemildert sind. Direkt nach dem Eingriff sollten Patienten nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, ihre Verkehrtüchtigkeit ist aufgrund des Eingriffs eingeschränkt. Auch an den darauf folgenden Tagen mit einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit gerechnet werden, die ersten 1-2 Tage nach dem Eingriff sollte der Patient am besten nur flüssige oder sehr weiche Nahrung zu sich nehmen, um die Wunde zu schonen und die Einheilung zu fördern. Die Zahnpflege sollte nur mit einer sehr weichen Zahnbürste durchgeführt werden, vom Einsatz elektrischer Zahnbürsten oder Mundduschen wird in den ersten Tagen abgeraten.

Nachdem die Schwellung zurückgegangen ist (3-4 Tage nach dem Eingriff), können herausnehmbare Prothesen bereits aufgesetzt werden. Nach 7-20 Tagen ist die Wundheilung in der Regel so weit abgeschlossen, dass die Fäden gezogen werden können.