Brücken sind der klassische festsitzende Zahnersatz. Sie kommen bei Zahnlücken zum Einsatz, die von gesunden Zähnen umgeben sind. Diese gesunden Nachbarzähne werden abgeschliffen und dienen mit aufgesetzten Kronen der Brücke als Stützpfeiler. Die Voraussetzung für den Einsatz von Brücken sind stabile Nachbarzähne, die nicht von Parodontose betroffen sein dürfen und eine Lückengröße von maximal 3 Zähnen. Würde man eine größere Lücke überbrücken, wären die Stützpfeiler einer zu großen Belastung ausgesetzt und könnten so langfristig selbst Schaden nehmen.
Durch die langjährige Erfahrung mit Brücken als Zahnersatz ist die Behandlung bei vielen Zahnmedizinern reine Routine und somit besonders risikoarm. Die Krankenkassen bezuschussen diese Behandlung mit einem festen Satz. Je nach Fertigung der Brücke ist ein ästhetisch und funktionell einwandfreier Zahnersatz ohne operativen Eingriff zu realisieren.
Neben diesen Vorteilen bringen Brücken jedoch auch eine Reihe von Nachteilen mit sich. Der größte Nachteil, der von den Befürwortern der Implantologie heftigst kritisiert wird, ist das für den Einsatz von Brücken notwendige Abschleifen gesunder Zähne. Damit wird nicht nur gesunde Zahnsubstanz zerstört, sondern kann auch zu einem erhöhten Risiko des Absterbens der betroffenen Zähne führen. Die Prognose eines überkronten Zahns ist per se schlechter, nicht zuletzt weil die Überlastung der als Pfeiler dienenden Zähne und eine Kariesentwicklung am Kronenrand möglich ist und zu weiterem Zahnverlust führen kann. Langfristig gesehen wird der Knochenabbau des Kieferknochens im betroffenen Bereich nicht verhindert und bei Bedarf kann eine Erweiterung der Brücke nicht ohne weiteres erfolgen.
Aufgrund der Vielzahl der genannten und teils schwerwiegenden Nachteile sollte eine Brücke nur dann als Zahnersatz erwogen werden, wenn die zu überkronenden Zähne bereits Füllungen aufweisen oder sowieso schon überkront sind und eine Implantatversorgung nicht möglich ist.
